Das perfekte Bewerbungsfoto – Haare und Make-up

Das perfekte Styling für Ihr Bewerbungsfoto!

Das Bewerbungsbild soll den Bewerber von seiner Schokoladenseite zeigen, dem Personaler einen ersten Eindruck vermitteln und die Bewerbung um eine persönliche Note ergänzen. Damit dieser erste Eindruck möglichst positiv ausfällt, gibt es einiges zu beachten. Neben der Kleidung, der Gestik und Mimik spielen auf dem Bewerbungsfoto auch die Haare und das Make-up eine wichtige Rolle.

Nicht nur für Frauen ein wichtiges Thema, auch Männer sollten sich einen Augenblick Zeit nehmen.

Welche Frisur ist am besten?

Die Haare streng nach hinten als Zopf, offen und locker über die Schulter fallend oder doch lieber eine Löwenmähne à la Tina Turner?

An erster Stelle sollte die Frisur dem eigenen Typ entsprechen und gut aussehen. Es ist wichtig, sich mit dem Styling wohlzufühlen, denn auch die tollste Haarpracht kann schnell durch gequälte Mimik auf den Fotos ruiniert werden. Generell lässt sich sagen, dass die Haare eher unauffällig gehalten werden sollten. Dies kann von Branche zu Branche variieren, in der Regel werden aber ein Pferdeschwanz, der einfache Dutt oder offene Haare auf dem Bewerbungsfoto bevorzugt. Wenn Sie vorher zum Friseur gehen möchten, machen Sie dies am besten einige Tage vor dem Termin beim Fotografen. Die Haare sehen nach dem Friseur immer anders aus, als wenn Sie sie selbst frisieren. Bringen Sie ein bisschen Alltagsflair in Ihr Styling.

Bei der Haarfarbe sind natürliche Töne (blond, rot, braun, schwarz) lieber gesehen als bunte Farbexperimente. Gefärbte Haare müssen nicht gleich ein Ausschlusskriterium sein, entscheidend ist immer, wie natürlich sie auf dem Bild wirken. Wie so oft, kommt es hier auch auf die Branche und Position an.

Wer beispielsweise als Friseur/in oder in der Kreativbranche arbeiten will, kann durchaus auf seinen Fotos etwas „farbiger“ in Erscheinung treten.

Wichtig ist auf jeden Fall, dass Ihre Frisur auf dem Bewerbungsfoto gepflegt aussieht. Bei kurzen Haaren sollten Nacken und Seiten anständig ausrasiert und bei gefärbten Haaren kein starker Ansatz zu sehen sein.

Als Faustregel gilt hier: Je höher die Position des Jobs oder je konservativer das Unternehmen, desto schlichter und teilweise gediegener sollte Ihre Frisur sein.

Es gibt Untersuchungen, die belegen, dass Führungspositionen eher Bewerbern mit maskulinen Zügen zugetraut werden als gleichen Bewerbern mit femininem Auftreten. Wer also hoch hinaus möchte und sich auf eine leitende Position bewirbt, sollte möglichst maskulin und „stark“ auf seinen Fotos wirken. Frauen mit langen Haaren müssen jetzt nicht panisch zum nächsten Friseur rennen und sich ihre Haarpracht abschneiden lassen. Ihnen wird jedoch empfohlen, auf dem Bewerbungsfoto einen Zopf oder einfachen Dutt zu tragen.

Die Bartfrage – ja oder nein?

3-Tage-Bart oder Vollbart? Oder vorzugsweise doch glatt wie ein Babypopo? Viele Männer stehen vor dem Problem: Jahrelang leidenschaftlicher Bartträger und plötzlich stehen Bewerbungsfotos an. Was nun? Bart ab!?

Grundsätzliche Gedanken, die Sie sich machen sollten, sind folgende:

  • Wie möchten Sie sich in Ihrer Bewerbung präsentieren?
  • Werden Sie immer mit Bart zur Arbeit kommen wollen?
  • Sieht Ihr Bart gepflegt aus?
  • Wie würden Sie als Personalchef über einen Bewerber wie Sie denken?
  • Passt der Bart zum Unternehmen?

Im Prinzip haben Sie gerade selbst eine Antwort gefunden.
Solange Ihr Bart gepflegt aussieht und Ihrer Seriosität sowie Kompetenz nicht im Wege steht, sollte nichts gegen einen Bart sprechen. Egal, ob 3-Tage- oder Vollbart: Achten Sie drauf, dass er Ihrer Ausstrahlung und somit Ihren Bewerbungsfotos nicht schadet.

Natürlich ist es auch hier wieder persönlicher Geschmack und branchenabhängig. Im Managementbereich werden zwar maskuline Typen für Führungspositionen gesucht, allerdings eher keine Holzfäller. Der 3-Tage-Bart ist auf dem Bewerbungsfoto angebrachter als der Vollbart. Allerdings ist es eine subjektive Entscheidung des Arbeitgebers und kann nicht pauschalisiert werden.

Wichtig: Da das Bewerbungsfoto stets aktuell sein soll, geben Sie dem Personalchef eine Art Versprechen, was ihn bei dem anschließenden Vorstellungsgespräch erwartet. Sollten Sie sich für Ihre Bewerbungsfotos also gegen den Bart entscheiden, beachten Sie, dass Sie auch zum Vorstellungsgespräch nicht mit Bart erscheinen können. Das gleiche gilt für die Anfangszeit, wenn Ihre Bewerbung erfolgreich war und der Job Ihnen gehört.

Kommen wir nun zur Kosmetik.

„I´m a Barbie girl, in a Barbie world –
life in plastic, it´s fantastic!” (Aqua – Barbie Girl)

Schrill, pink, unecht! Was für Barbie und ihre Freunde perfekt auf den Leib geschnitten wurde, findet in der Berufswelt und vor allem bei der Bewerbung eher wenig Anklang. Natürlichkeit und Professionalität sind gefragt. So gilt, wie bei der Frisur, Kosmetikprodukte besser dezent und schlicht einsetzen. Keine bunte Farbe für Lidschatten, Lippenstifte, Lipglosse oder Rouge für Ihre Bewerbungsbilder beim Fotografen verwenden. Um Unreinheiten zu kaschieren und für einen ebenmäßigen Teint auf den Fotos zu sorgen, sind ein bisschen Tages-Make-up und Puder natürlich erlaubt, jedoch sollten Sie hier auf einen natürlichen Ton achten.

Wer sonst eher blass ist, sollte also nicht das dunkelste Produkt verwenden und umgekehrt. Make-up Ränder an Hals und Haaransatz sollten unbedingt vermieden werden! Ein bisschen Puder kann immer gerne aufgetragen werden, so verhindern Sie auch das Glänzen auf dem Foto für Ihren Lebenslauf.

Kajal, Eyeliner und Mascara sind natürlich erlaubt, solange Sie es nicht übertreiben. Wer eher zur blasseren Fraktion gehört, darf auch gerne mit etwas Rouge nachhelfen, wenn dies Ihrem alltäglichen Erscheinungsbild entspricht. Bitte auch hier nicht übertreiben und stets am natürlichen Auftreten orientieren!

Kosmetikprodukte sind schon lange nicht mehr nur „Frauenkram“.

Warum auch Männer sich hier angesprochen fühlen sollten:

Kosmetik für Männer heißt nicht unbedingt Lidschatten,Wimperntusche, Rouge oder Lippenstift. Es sind vielmehr verdeckte Augenringe, aufgefrischter Hautton sowie kaschierte Rötungen und Unreinheiten gemeint. Viele haben es schon getestet und immer mehr stehen dazu. Auch Männer tricksen für ein makelloses Erscheinungsbild auf den Bewerbungsfotos. Angefangen bei Pflegecremes für eine wachere Haut über Pflegestifte für geschmeidige Lippen bis hin zu einem leichten Make-up oder Puder, um ein ebenmäßigeres Bild abzugeben.

Wenn Sie sich davon nicht angesprochen fühlen und sich nicht für Kosmetikprodukte begeistern können, ist das absolut in Ordnung. Auf Ihr Bewerbungsfoto kann es sich jedoch positiv auswirken.

Wie bereits genannt, ist das Bewerbungsfoto für den ersten Eindruck von enormer Bedeutung. Dies ist neben den anderen Bewerbungsunterlagen die erste Chance zu punkten und den Personalchef auf sich aufmerksam zu machen. Ein bisschen Puder hilft Ihnen, positiv aufzufallen und auf Ihrem Bewerbungsfoto nicht wortwörtlich zu glänzen. Mit einem Abdeckstift (Concealer) und/oder ein wenig Make-up können Sie zudem rote Stellen im Gesicht einfach wegzaubern und sich für das perfekte Bewerbungsfoto von Ihrer schönsten Seite mit einem Lächeln präsentieren.

Außerdem suchen Personalchefs nach dynamischen, aufgeweckten und belastbaren Mitarbeitern. Mit dem ein oder anderen Trick lassen sich genau diese Eigenschaften auf Ihrem Bewerbungsfoto ein wenig unterstreichen und verleihen Frische.

Fazit:

Abschließend ist zu sagen, dass sowohl die Frisur wie auch das Make-up für Ihr Foto generell eher schlicht gehalten werden sollten. Verzichten Sie auf aufwendige Hochsteckfrisuren und zu viel Schminke, Sie gehen weder zu einer Hochzeit noch in die Disco, sondern bewerben sich für einen Job.

Als Richtwert für Ihr Bewerbungsfoto könnte man den Berufsalltag nehmen. Wie werden Ihre Chefs und Kollegen Sie tagtäglich zu Gesicht bekommen? Sind Sie eher die pragmatische Frau mit Pferdeschwanz oder überraschen Sie täglich mit neuen raffinierten Flechtungen? Tragen Sie die Haare eher offen? Wie schminken Sie sich für die Arbeit?

Wenn Sie noch immer unsicher sind, beratschlagen Sie sich am besten auch mit Freunden, Ihrer Familie und Ihrem Fotografen. Ein guter Fotograf berät Sie gerne zu den Themen Kleiderwahl, Haare und Make-up. Manche von ihnen arbeiten sogar mit Visagisten zusammen und haben ein paar gute Tipps für das perfekte Foto parat.

Eine Auswahl an professionellen Fotografen in deiner Nähe für Ihr perfektes Bewerbungsfoto.

Zum Schluss: Es kann nicht grundsätzlich pauschalisiert werden. Personaler sind auch nur Menschen – und Menschen treffen bekanntlich subjektive Entscheidungen. Was dem einen gefällt, kann bei dem nächsten gar nicht gut ankommen. Bringen Sie also auch Ihre eigene Meinung in Ihre Bewerbungsfotos mit ein.

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