Das Bewerbungsfoto ist der erste optische Eindruck, den Personaler von Bewerbern erhalten. Daher gilt es, einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen.

Eine der ersten Fragen, die sich daher bei der Aufnahme des Bewerbungsfotos stellt: „Soll ich ernst gucken? Oder besser lächeln?“. Eine richtige oder falsche Antwort gibt es auf diese Frage nicht.

Der Gesichtsausdruck sollte aber zur angestrebten Position passen. Auf einem Foto für eine Bewerbung zum Praktikanten kann dieser gerne lachen, bei einer Bewerbung auf eine Führungsposition ist ein ernsterer Gesichtsausdruck besser geeignet, denn Sie wirken seriöser mit einem dezenten Lächeln. Alle übrigen Fragen bezüglich Gestik, Mimik und Körperhaltung beantworten wir Ihnen in diesem Artikel:

Bitte lächeln!

Ist die Entscheidung für einen freundlichen Gesichtsausdruck gefallen, folgt die Qual der Wahl. Es gibt die Möglichkeiten eines breiten Lächelns mit geöffnetem Mund und eines leichten Lächelns mit geschlossenem Mund. Hierbei ist darauf zu achten, dass das Lachen nicht künstlich wirkt und somit auch die Augen erreicht. Hier hilft es, sich etwas Positives, beispielsweise den neuen Traumjob oder die bevorstehende Karriere, vorzustellen. Ein professioneller Fotograf erstellt mehrere Probeaufnahmen, um zu ermitteln was gut zu Ihnen passt. Fällt es schwer natürlich zu wirken, ist ein kleines Lächeln die bessere Wahl. Ebenso ist es bei einem ernsten Gesichtsausdruck: Natürlichkeit ist gefragt! Außerdem sollten Sie hier darauf achten, nicht gelangweilt oder lustlos zu wirken.

Im ersten Moment ist die Situation beim Fotografen oft befremdlich und viele Menschen fühlen sich ihm gegenüber unwohl. Ist der Kandidat verkrampft, dann sieht man das auf dem Bild. Somit sollten Sie stets versuchen sich zu entspannen. Oft hilft es, vorab ein wenig mit dem Fotografen zu reden oder offen von Ihrem Unwohlsein zu erzählen Ein professioneller Fotograf wird sicherlich verständnisvoll sein, denn er lichtet täglich zahlreiche Personen ab und weiß mit angespannten oder nervösen Kunden umzugehen.

Kopfhaltung

Egal für welche Mimik Sie sich entscheiden – achten Sie darauf, die Augen immer auf die Kamera zu richten. Ein direkter Blickkontakt mit der Kamera signalisiert Aufgeschlossenheit und Kommunikationsfreude, wohingegen ein Blick in die Ferne eher abwesend und uninteressiert wirkt. Eine etwas schräge Kopfhaltung kann das Foto natürlicher und lockerer machen. Für Frauen empfiehlt sich jedoch eher eine gerade Kopfhaltung. Der Personaler neigt sonst schnell dazu sie für niedlich oder süß zu halten, was in diesem Fall nicht erfolgsbringend ist.

Gestik – ja oder nein?

Bei Gestiken ist Vorsicht geboten. Diese können schnell klischeehaft oder affektiert wirken, beispielsweise bei der Nutzung von Gebrauchsgegenständen wie Laptops oder Telefonen. Die sogenannte „Denkerpose“ mit der Hand am Kinn sollte gänzlich aus dem Repertoire gestrichen werden. Diese Gestik entzieht dem Bild jegliche Authentizität.

Die richtige Körpersprache

Das Bewerbungsfoto zeigt zwar meist nur einen kleinen Ausschnitt des Körpers, trotzdem ist die gesamte Körperhaltung entscheidend für die Wirkung. Die Körperhaltung sollte stets aufrecht und selbstbewusst sein. Es sollte auch auf den richtigen Winkel beim Fotografieren geachtet werden. Ein Foto, auf dem der Bewerber zum Fotografen hochschaut, signalisiert Unterwürfigkeit, ein Blick nach unten hat wiederum einen entgegengesetzten Effekt. Frontale Aufnahmen erwecken schnell den Eindruck eines Passbildes, daher sollte die Körperhaltung leicht schräg sein, wobei der Kopf zur Kamera gerichtet ist.

Außerdem verleiht das dem Bild zusätzliche Dynamik. Die Arme sollten Sie entweder lässig seitlich am Körper herunterhängen lassen, oder Sie nehmen die Hände locker hinter dem Rücken zusammen. So entsteht eine entspannte Körperhaltung. Beliebt ist die Variante mit verschränkten Armen, die jedoch schnell abweisend wirkt. Ein freundlicher Ausdruck im Gesicht kann in diesem Fall die Wirkung etwas abschwächen und das Foto auflockern.

ZU GUTER LETZT NOCH EIN PAAR ALLGEMEINE HINWEISE:

Um erste Barrieren der Unsicherheit zu überwinden, ist es wie gesagt sinnvoll, den Fotografen vor dem Shooting etwas besser kennenzulernen. Viele professionelle Fotostudios bieten im Vorfeld des Shootings Beratungsgespräche an. Diese sind die optimale Gelegenheit, den ersten Kontakt herzustellen und die eigene Unsicherheit und Nervosität zu überwinden, indem hilfreiche Tipps übermittelt und offene Fragen geklärt werden. Der Fotograf ist somit kein Fremder mehr und das Posieren geht viel leichter von der Hand. Planen Sie zusätzlich genug Zeit ein. Unter Umständen kann es bis zu einer Stunde dauern, bis das richtige Bild im Kasten ist.

Denn zum richtigen Bild gehört ein Zusammenspiel aus Gestik, Mimik und Körperhaltung, die in ihren unterschiedlichen Variationen ausprobiert werden müssen bis das optimale Ergebnis erreicht ist.

Damit Ihrem nächsten Vorstellungsgespräch nichts im Wege steht, gibt es hier weitere Tipps bezüglich des perfekten Bewerbungsfotos.